„Es kann kaum ein Zufall sein, daß es in keiner Sprache der Welt die Wendung ›schön wie ein Flughafen‹ gibt.“
An diesen Satz aus Douglas Adams Der langsame dunkle Fünfuhrtee der Seele habe ich mich erinnert als wir das letzte mal auf Kopenhagen-Erkundung waren. Ich persönlich finde, diese Aussage lässt sich auch durchaus auf Parkhäuser übertragen. Vielleicht trifft sie dort noch vielmehr zu?
Aber nicht auf ALLE Parkhäuser!
Heute gibt es nach längerer Zeit mal wieder ein bisschen Kopenhagen hier im Blog. Ich war knipsfaul zum einen und zum anderen haben wir auch schon länger keinen Ausflug zu irgendeiner Stelle in der Stadt gemacht, die ich noch nicht kannte. Das Wetter war schön und spontan beschlossen wir, uns den relativ neuen Park neben dem Opernhaus in Kopenhagen anzuschauen.

Wir starten an der Endhaltestelle der Hafenfähre bei uns um`s Eck.

Ab und zu mag ich sehr gerne mit der Fähre fahren. Kann ich übrigens auch sehr empfehlen als Programmpunkt bei einem Kopenhagen-Besuch. Mit einer ganz normalen Karte für die öffentlichen Transportmittel kann man gemütlich von Endhaltestelle zu Endhaltestelle schippern, die Nase in den Wind halten und Architektur gucken. Für kleines Geld.

Der Havneløbet (Hafenlauf) ist der zentrale Wasserarm des Kopenhagener Hafens und trennt die Innenstadt auf Seeland von der Insel Amager. Je nach Lage wird er auch als Inderhavnen (Innerer Hafen), Nordhavn oder Sydhavn bezeichnet, während die Kanäle von Christianshavn einen eigenen Teil des weit verzweigten Hafensystems bilden. Bei gutem Wetter ist auf dem Wasser ordentlich was los. Ich bewundere jedes Mal die Kapitäne der Fährboote, die zwischen den ganzen Spaßböötchen durch müssen, die da munter kreuz und quer über den Kanal gondeln…

Ausstieg am Anleger bei der Oper.

Das königliche Opernhaus wurde 2005 eröffnet und von Henning Larsen entworfen. Ich war noch nie in einer Vorstellung – das steht noch auf der Liste…

Eigentlich wollten wir ja in den Park. Wenn man von der Fähre kommt, steht man erstmal vor einem überdachten Glasbau, der die Opernbesucher vor Regen schützt. Wir gucken und knipsen…

In dem Glausbau befinden sich die Fahrstühle zum Parkhaus – klar, irgendwo müssen die Opernbesucher ja ihre Autos lassen.

Wir gehen die Treppe runter einfach nur, weil das ganze Teil so schick daherkommt…

… und erkunden das wahrscheinlich sauberste Parkhaus, dass ich jemals gesehen habe. Ich nehme an, dass dort überwiegend Elektro-Autos parken. Ein Parkhaus, welches nicht nach Benzin und Abgasen stinkt.

Von Weitem sehe ich Grünpflanzen hinter Glas. Als Gewächshausfan muß ich da hin!

Das wusste ich zu dem Zeitpunkt noch nicht: Wir befinden uns bereits in einem der Themengärten der Parkanlage, dem subtropischen Garten!



Geht man die Treppe hoch, gelangt man ins Restaurant in der Parkmitte. Lässig.

Wir schlendern durch die Parkanlage, die mich an eine große Skulptur erinnert. Ganz viele unterschiedliche Bäume mit diversen Formen und Blattfarben.



Diese Lampen fanden wir schick. Auch die Fahrradständer und sonstige Nutzgegenstände sind komplett durchdesignt.

Geräteschuppen de Luxe.

Ich hatte mir keine Informationen zum Park durchgelesen vor unserem Besuch. Das habe ich jetzt nachgeholt und möchte diese noch hinzufügen. Für alle, die sich für Stadtarchitektur interessieren. Die Infos habe ich von der Webseite Copenhagenview.com.
Angelegt wurde der Park zwischen 2019 und 2023 und im Herbst 2023 für die Öffentlichkeit eröffnet. Entworfen wurde er vom dänischen Architekturbüro COBE. Auf deren Seite gibt es ganz schöne Luftaufnahmen zu sehen.
Der Park ist 21.500 m² groß und in sechs thematische Gärten gegliedert:
Die Anlage ist in sechs thematische Gärten mit geografischen Bezügen gegliedert: den dänischen Eichenwald, den englischen Garten, den nordamerikanischen Wald, den nordischen Wald, den orientalischen Garten sowie den subtropischen Garten, der sich in einem organisch geformten Gewächshaus mit Café befindet.
Zum Park gehört außerdem eine unterirdische Parkgarage mit 300 Stellplätzen, darunter 50 Ladestationen für Elektrofahrzeuge.

Wir laufen noch ein wenig in Richtung Papirøen, wo sich früher der Streetfood Markt und Copenhagen Contemporary befanden. Jetzt gibt es dort Luxuswohnungen in den Gebäuden mit den abgesäbelten Spitzdächern.



Zeit, sich auf den Heimweg zu machen. Wir nehmen die nächste Fähre und fahren gemütlich zurück nach Sydhavnen.

Ich freue mich, dass ihr mich auf meiner Kopenhagen-Erkundung begleitet habt. Den Beitrag verlinke ich beim Monatsspaziergang, der von der lieben Heike ausgerichtet wird.




