Eine Premiere! Zum allerersten Mal habe ich etwas zum Me Made Mittwoch beizutragen. Diejenigen, die hier schon länger mitlesen, konnten meine Nähfortschritte ja bereits im Beitrag Beginner’s Mind oder Kristina lernt Nähen und versteht nur Bahnhof… und hier bei Kristina lernt nähen – der Bahnhof bekommt jetzt einen Kragen… mitverfolgen. Ich habe es nach etlichen Jahren endlich geschafft, mich bei einem Nähkurs in Kopenhagen anzumelden. Mein erstes Probeoberteil aus Leinen ist noch nicht fertig. Um Wartezeiten im Kurs zu überbrücken hatte ich mir noch ein Zweitprojekt angelacht: Den Schnitt meines Lieblingsshirts kopieren und Shirt nähen üben.
Und hier ist es nun: Mein Erstlingswerk! Nicht am Mittwoch, sondern erst am Donnerstag und auch noch mit Hilfestellung von Lene, unserer Kursleiterin. Aber auch wenn ein einfaches Shirt im Vergleich zu den anderen Nähzaubereien, die es bei den Me Made Mittwoch Runden so zu bewundern gibt, ja eher simpel daherkommt, so war meine persönliche Lernkurve recht steil (das ist nicht zuletzt immer noch der Tatsache geschuldet, dass ich sowohl fachlich als auch sprachlich – also fachsprachlich – herausgefordert bin, geschuldet).

Mindestens ein Tragefoto sollte beim Me Made Mittwoch dabei sein. Bitteschön: Streifenshirt vor gelben Geblümel 🙂

Mein Lieblingsshirt. Nach vielen Jahren so dünn gewaschen, dass es beim besten Willen nicht mehr tragbar ist.

Nachdem ich einen Schwung YouTube Videos zum Thema konsumiert hatte, habe ich den Schnitt auf Papier übertragen.

Das hat soweit geklappt. Den Ärmel habe ich nicht hinbekommen. Den hat Lene dann konstruiert anhand der Originalklamotte.

Da die Auswahl in dem Stoffladen (Stof2000 Nørreport) mehr als bescheiden war, was unifarbenen T-Shirt Stoff anging, hab ich mir Streifenstoff gekauft.


Das macht den Zuschnitt etwas schwieriger, weil die Streifen ja möglichst zusammenpassen sollen. Und damit ich es nicht vergesse: So habe ich es gelernt: Schnittteil auflegen und ausrichten, gut feststecken und eine Hälfte ausschneiden. Dann umklappen über die Mitte (Stoffbruch?).

Und dann den Stoff so ausrichten, dass die Streifen zusammenpassen.

Vorder- und Rückenteil sollen auch so ausgerichtet werden, dass die Streifen passen…


Ich habe die Teile dann zugeschnitten und zuhause mit meiner Nähmaschine ganz normal zusammengenäht. Im Kurs habe ich dann die Nähte nachträglich mit der Overlock vernäht. Das wäre für Nähanfänger einfacher, meinte Lene. Und das kann ich nur bestätigen. Langsam nähen kennt dieses Teufelsgerät ja eher nicht… ich sag mal so: die Innenseite sieht man ja nicht 🙂
Ha! Ein erkennbares Kleidungsstück! Ich würde sagen, es passt soweit.

Hier will ich mich nicht mit falschen Federn schmücken. Eingenäht hat den Kragen die Kursleiterin….

DAS hat mich ja nun wirklich genervt…diese verdammte Stoffeinrollerei! Ich hatte die ganze Zeit so Visionen von doppelseitigem Klebeband…. das muss doch noch besser gehen? Schneller? Irgendwelche Tipps? Hab mir jetzt so ein Klebeband gekauft. Stretchfix T30. Das probiere ich beim nächsten Mal aus.

Mit dieser Maschine wird der Saum umgenäht. Untenrum hat es funktioniert.

Am Kragen wollte sie nicht so, wie sie sollte. Das habe ich jetzt wieder aufgetrennt. Dann eben nicht. Ich lasse das jetzt so. Ist ok für dieses Mal. Mein grundsätzlicher Plan sieht vor: ein paar Schnittmuster zu erstellen, die ich dann so lange nähe, bis ich es halbwegs gut kann. (Spoiler: Das wird noch dauern…) Dieser Shirt-Schnitt wird bleiben.

Mehr Nähzeit habe ich mir für 2026 auf die Liste geschrieben, mehr Nähzeit wird es noch geben. Mein aktuelles Quilttop ist fast fertig und zwei angefange Oberteile warten auf ihre Auftritte bei zukünftigen Me Made Mittwochen. Und dann mache ich mich ganz bald an die Umsetzung von 10 kleinen Nähtauschprojekten für den Atelierhaus-Bee.
Danke für`s Gucken! Ich wünsche euch ein paar schöne Ostertage!





13 Kommentare
Wooohooou! Gut gemacht! Ich kann mich meinen Vorrednerinnen nur anschließen: Hut ab! Sich einrollender Jersey, und dann gleich noch mit Streifen, das ist eine Steilvorlage. Ich rücke dem Ringeln immer mit ganz eng gesteckten Stecknadeln und mit gut drüber Bügeln zu Leibe. Klebeband habe ich bisher noch keines verwendet. Das ist toll, wenn man einen gut sitzenden (sozusagen maßgefertigten!) Basis-Schnitt hat, den man immer und immer wieder nähen kann. Brot und Butter nähen sozusagen, die Grundlagen für die Alltagsgarderobe. Gratuliere zum Einstand beim MeMadeMittwoch! Liebe Grüße, Gabi
Brot und Butter nähen! Das hatte ich schonmal gelesen oder davon gehört, wusste aber nicht, was das bedeutet…macht Sinn! Das Schnittmuster werde ich auf jeden Fall offiziell zu meiner noch nicht vorhandenen Basisschnittkollektion hinzufügen!
LG Kristina
Juhuuu, Glückwunsch zur ersten MeMadeMittwoch Teilnahme! Auch wenn das Shirt vielleicht ’schlicht‘ aussieht, aber ein Jersey der sich einrollt gehört schon zu den anspruchsvolleren Teilen, weil er einfach schwerer zu bändigen ist. Das Stretchfix T30 ist eine prima Lösung. Auch eine Vlieseline G785 hilft bei solchen Arbeiten.
Ich find’s auf jeden Fall toll, dass du so im Nähfieber bist. 🙂
Liebe Grüße, Katja
Dankeschön! Hab ja fast nicht mehr dran geglaubt, dass ich das mal schaffe- sooo viele Jahre will ich das Thema „Klamotten nähen“ schon angehen…und das Thema „Kleben statt Feststecken mit tausend Nadeln“ werde ich vertiefen…:)
LG Kristina
uj, du hast es dir nicht gerade leicht gemacht. Aber das Ergebnis schaut super aus!
Ich hab ja mit einfachen Dingen aus Webware angefangen, da rollt sich nix ein und bleibt genauso.
Es gibt sehr unterschiedliche Jerseys, sodass sich eben nicht alle soo arg einrollen. Ansonsten kann Sprühstärke ein bisschen helfen.
Weiterso!
Liebe Grüße,
Maria
Hi Maria, Sprühstärke könnte ich mal probieren! Meine flasche ist leer aktuell, für Patchwork nehme ich die manchmal. Das nervt echt mit der Einrollerei. Danke für den Tipp! LG Kristina
Also als quasi Erstlingswerk elastischen Stoff und Streifen, Hut ab. Auch der geschwungene Saum ist, vor allem bei Streifenstoff, nochmal eine Herausforderung für sich. Die du gut gemeistert hast, auch und gerade beim Streifen abstimmen. Mit dem Ärgern über das Einrollen von Jersey bist du nicht alleine. Sieht aber aus, als hättet ihr im Kurs eine Covermaschine zur Verfügung, oder irre ich mich? Mit der Zwillingsnadel wird es bei mir nie was, weshalb ich meine T-Shirts nach wie vor mit einem engen Zickzack-Stich säume. Funktioniert gut, sieht nur nicht so professionell aus. Und Shirtkragen, auch so ein Bremser (mein Zebrashirt vom Siebdruck ist seit einem Dreivierteljahr bis auf den Kragen fertig…). Jetzt gleich noch ein paar zum Üben hinterher, wenn du schon dabei bist 😉
Schöne Osterfeiertage und liebe Grüße, heike
Ah, Covermaschine heißt das Teil! Ich hatte immer nur das dönische Wort dafür und weil ich zu faul war, nach der richtigen Schreibweise zu gucken, haperte es mit der Übersetzung… ein dolles Teil! Wirklich bedienen kann ich das noch nicht. Auch die Overlock muss immer eingerichtet werden. Aber dafür gehe ich ja zum Kurs. Jetzt, wo ich meinen Grundschnitt für ein Shirt habe, werde ich mehrere Exemplare zuschneiden und dann kann ich ja alle auf einmal zusammennähen, wenn ich dort bin. Wahrscheinlich sollte man einfach aus Resten „Probekragenteile“ nähen. macht das jemand? Wäre eigentlich sinnvoll, oder?
Viele Grüße sendet Kristina
Na, also… ich schließe mich Gabi von Langer Faden an: als erstes Nähstück eins aus elastischem Material, und dann auch noch mit Streifen, das ist schon eine Nummer. Und wir haben doch alle mal angefangen (und dabei das eine oder andere Teil in die Tonne hauen müssen)
Dein Shirt ist richtig toll geworden! Sogar der Streifenmonk hat nix zu Meckern. Auch der Schnitt ist schön, mit dem geschwungenen Saum. Basic-Shirts kann man nie genug haben, und nach dem zweiten oder dritten Teil hast du den Bogen raus, ganz bestimmt.
Viel Nähfreude weiterhin!
Sandra
Hihi, in die Tonne wird das Shirt Nr. Zwei, welches ich gerade fabriziert habe, wahrscheinlich nicht kommen, allerdings zu mehr als Schlafshirt hat es nicht gereicht…zu viele Fehler und falsche Stoffwahl. Es gibt viel zu lernen!
Dankeschön für deinen netten Kommentar!
LG Kristina
Wow, bei einem Erstlingswerk gleich Streifen und die auch noch passend hinbekommen, alle Achtung! Das T-Shirt ist toll geworden und passt zu dir. Über den sich ewig einringelnden Jersey habe ich mich auch gerade wieder sehr geärgert. Ausschnittversäuberung mag ich auch nicht, muß man aber durch, sonst wird das Kleidungsstück nicht fertig. Und mit der Zwillingsnadel säumen klappt bei mir immer mal und mal nicht, hängt sehr vom Stoff ab. Aber fast alle Ziernähte der Nähmaschine sind für elastische Stoffe geeignet, da kann man bei Bedarf endlos ausprobieren. Genieß Ostern mit deinem schönen neuen Shirt!
Liebe Grüße Gabi
Liebe Gabi, das mit den Streifen war so ja nicht geplant- es mangelte einfach an Auswahl von Uni-Stoffen… aber es hat ja ganz gut geklappt. Der nächste Stoff wird auf jeden Fall einfarbig! Oder ich bedrucke ihn selber…könnte ich ja auch mal machen. Ich selber werde mir keine der Spezial-Maschinen zulegen, da werde ich bestimmt noch experimentieren mit den Stichen meiner normalen Nähmaschinen…!
LG Kristina
Der Schnitt ist aber auch gut! und steht Dir gut! Den Kragen hätte ich wohl auch nicht hinbekommen. und dann auch ein Muster/ Streifen…
Du wirst sicher weiter Fortschritte machen und viele (auch Sprache) lernen
Liebe Grüße
nina