Hello World und Goodbye 2020- von Blogger zu WordPress

Da geht es dahin, dieses merkwürdige Jahr 2020 in dem zugleich so wahnsinnig viel passiert ist und die Zeit gefühlt irgendwie stehengeblieben ist in der Dauerwarteschleife a la “…wenn alles so klappt, wie geplant” oder “unter Vorbehalt” oder “sobald es wieder möglich sein wird…”

Und obwohl derzeit ein Lichtlein am Ende des Tunnels in Form eines Impfstoffes aufflackert, werden wir uns noch eine ganze Weile mit den Folgen der Pandemie beschäftigen müssen.
Ich persönlich habe das Gefühl, dieses Jahr einfach nur hinter mich bringen zu wollen mit Schmalspurweihnachten und ebensolchem Silvester und dann heißt es : Schauen wir mal, was 2021 so für uns bereithält 🙂

Eine Sache werde ich in den letzten Tagen des Dezembers auf jeden Fall abschließen: Mein alter Blogger Blog und der dazugehörige Flickr Pro Account werden beendet und ich konzentriere mich ausschließlich auf meine WordPressseite hier.
Den Wechsel zu WordPress habe ich wahnsinnig lange vor mir hergeschoben und ich habe viele Stunden nahe am Rande der Verzweifelung damit zugebracht, zu versuchen zu verstehen, was ich da mache, wie das Ganze eigentlich funktioniert und überhaupt.
Meine Kenntnisse in diesem Bereich sind noch- ich gebe es zu – überschaubar. Und – was noch schwerer wiegt: ich verbringe meine Zeit ja viel lieber damit, die Inhalte meines Blogs bzw. meiner Bildergalerie zu füllen, sprich: zu malen, basteln, drucken, stempeln, färben, onlinekurse zu filmen, und so weiter, als Tage damit zu verbringen, an meiner Website rumzubasteln… (irgendjemand da draußen, dem es ähnlich geht?)

Und so gingen die Wochen dann in’s Land, ohne dass meine Website auch nur halbwegs repräsentabel aussah geschweige denn funktioniert hätte…

Wie auch immer, im späten Frühjahr diesen Jahres haben Michaela und Susanne mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei ihrer Sommer Interview Reihe mitzumachen und wir unterhielten uns über dies und das, aktuelle Projekte und so weiter und ich erwähnte auch, dass ich gerade in der Haareraufphase meiner Websiteumbauphase steckte. Und dann erreichte mich eine Email von der lieben Gabi, mit der Frage, ob ich nicht eventuell in Betracht ziehen würde, mir helfen zu lassen?

Hallelujah! Dem Himmel (und dem Internet) sei Dank! Wie oft hatte ich vor dem Rechner gesessen und mir einfach nur gewünscht, jemanden zu haben, der mir hilft und Dinge erklärt und das ganze Projekt einfach mal vorwärts bringt!

Gabi ist als Kreativbloggerin schon lange mit ihrem textilen Blog “made with Blümchen” unterwegs und wir hatten über die Jahre ab und zu mal Kontakt über Kommentare etc.
Als “Die IT-Übersetzerin” bietet Gabi Dienstleistungen, Workshops und Kurse zu verschiedenen Computerthemen an und unterstützt Leute wie mich zum Beispiel bei der Einrichtung einer Website oder beim Blogumzug. Und als geprüfte Datenschutzexpertin konnte sie das leidige Thema DSGVO dann auch gleich angehen.

Was für eine Erleichterung! Und was mir wirklich gut gefallen hat bzw. gefällt, ist die Kombination aus Onlinekurs und Einzel-Intensiv-Betreuung, die Gabi anbietet. Die Tatsache, dass ich nun sowohl Zugang zu einem super Online Kurs über die Grundlagen von WordPress habe, wo ich mir alle wichtigen Kapitel sooft ich will anschauen kann, sodass ich selber weiterarbeiten kann mit meiner Seite, und die individuelle Hilfe, die das Ganze immens beschleunigt hat und die ich mir auch in Zukunft ganz maßgeschneidert für einzelne Webprojekte gönnen kann, finde ich super!

Vielleicht geht es ja der Einen oder dem Anderen ähnlich wie mir und ” ich muss dringend meine Internetseite neumachen” steht mal wieder auf der Liste der Vorsätze für`s nächste Jahr. Falls das so sein sollte, spreche ich hier an dieser Stelle eine absolute Empfehlung aus – schaut Euch ruhig die Angebote von Gabi an und bucht ein kostenloses Erstgespräch. Mir hat sie wirklich weitergeholfen und gerade in diesen Zeiten ist die Webpräsenz für die kleinen Unternehmen so wichtig!

Mit diesem Blogpost verabschiede ich mich in die extraruhigen Weihnachtsferien und wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in das nächste Jahr.
Wenn ihr wissen wollt, wie es mit meinen Onlinekursen und anderen Aktionen weitergeht, abonniert gerne meinen Newsletter– ich würde mich freuen.

Herzliche Grüße 

Kristina

Cyanotype: how to do it – Cyanotypie: So geht`s

Ich hoffe, mein Beitrag zum Thema “Vorbereitung der zu belichtenden Untergründe hat euch gefallen. Ich finde die Cyanotypietechnik unglaublich faszinierend, auch wenn ich nur ab und zu mal “Blau mache”. Es gibt da noch viel zu lernen und zu entdecken! Ist das nicht herrlich?

Ich möchte euch an dieser Stelle noch auf den Jeromin Shop und das Textilstudio Speyer aufmerksam machen. Ich beziehe meine Cyanotypie Chemie (sowie viele viele Tipps und Tricks) vom Team Jeromin und freue mich auch auf jeden Workshop, für den Sabine mich als Kursleiterin bucht in Mannheim bucht.

Im Jeromin Blog finden sich auch mehrere Beiträge rund um den Cyanotypie, klickt doch mal hier, hier, oder hier.

Heute will ich euch zeigen, wie ich Stoffe belichtet habe. Diesen Post habe ich anlässlich der Sommerpost 2017 für meinen alten Blog geschrieben und jetzt überarbeitet. Die grundsätzliche Vorgehensweise bei Papier und Stoff ist gleich.

I hope you enjoyed my last post about how to prepare your paper and fabrics for cyanotype. I find the cyanotype technique incredibly fascinating, even if I only do it every now and then. There is still a lot to learn and discover! Isn`t that wonderful?

I get my cyanotype chemistry (as well as many, many tips and tricks) from the Jeromin team and I look forward to every workshop I am teaching in Mannheim.

In the Jeromin Blog there are also several articles about cyanotype, click here, here, or here.

Today I want to show you how I exposed fabrics. I wrote this post for my old blog in the summer 2017 and edited it. The basic procedure for paper and fabric is the same.

Meine Stoffe hatte ich am Vortag beschichtet und im Dunkeln trocknen lassen. Bei zugezogenen Vorhängen habe ich die bedruckten Folien und einige Pflanzenteile auf dem Stoff angeordnet. Als feste Unterlage diente mir die Rückseite eines Bilderrahmens, die Glasscheibe musste vorübergehend als Abdeckung herhalten.

I had coated my fabrics the day before and let them dry in the dark. With the curtains drawn close, I arranged my printed motifs and some plant parts on the fabric. The back of a picture frame served me as a solid base, the glass pane had to serve as a temporary cover.

Und ab damit auf den Balkon in die Mittagssonne. 10 Minuten Belichtungszeit.

And off to the balcony in the midday sun. 10 minutes exposure time.

Ein schnelles Foto zwischendurch…

A quick photo in between …

… und dann ins Wasserbad damit. Die nicht belichtete Chemie löst sich sofort aus den Fasern und das Motiv kommt zum Vorschein. Wichtig: Bitte gründlich spülen, damit die nicht belichtete Chemie auch wirklich herausgelöst wird und nicht beim späteren Trocknen nachdunkelt.

… and then into the water bath with it. The unexposed chemistry dissolves immediately from the fibers and the motif emerges. Important: Please rinse thoroughly so that the chemicals that have not been exposed are actually dissolved out and do not darken when drying later.

Trotz des gröberen Stoffes kommen die Details ganz gut raus, finde ich.

Despite the rough surface of the fabric, the details come out quite well, I think.

Viel Spaß beim Experimentieren!

Have fun experimenting!

Cyanotype : how to prepare paper and fabric – Cyanotypie : Vorbereitungen

Nun soll es losgehen – mein Blog erwacht wieder zum Leben! Ich kämpfe noch mit der Umgewöhnung von Blogger zu WordPress – noch funktioniert nicht alles, aber was soll`s?

Dieses Jahr ist der Sommer Blau. Auf dem Postkunstwerk Blog von Michaela und Tabea wird feinste Postkunst in Blau verschickt und im Mittwochsmix von Susanne und Michaela gibt es jeden Mittwoch ein interessantes Interview mit verschiedenen kreativen Frauen zu sehen – Thema: Blau und Sehnsucht. Viele haben sich anstecken und inspirieren lassen, und so gibt es viel Blau zu sehen (zumindestens bei mir im Instagram feed)

Ich habe mir für diesen Sommer vorgenommen, nach längerer Zeit mal wieder ein paar Cyanotypien zu machen. Für mich ist Cyanotypie DIE Sommertechnik schlechthin! Bei gutem Wetter im Freien werkeln ist etwas Feines. Und auch ohne Garten lässt sich die Technik auf dem Balkon umsetzen. Ein paar Bilder habe ich schon gezeigt bei Insta und ich nehme das jetzt mal zum Anlass, aus meinem Blogarchiv die Cyanotypie Posts hervorzuholen und zu überarbeiten. Die Fotos sind also schon älter, aber an der Vorgehensweise zum “Blau machen” hat sich nichts geändert. Heute geht es um die Vorbereitungen und ich hoffe, ihr habt ein wenig Spaß beim Lesen!

Ebenfalls heute ist im artlaboratorium Blog von Katrin und Sabine mein erstes kleines “Balkonvideo” zum Thema Cyanotypie zu sehen. Vielleicht habt ihr ja Lust, dort mal vorbeizuschauen?

Hello – my blog is finally coming back to life! I’m still struggling to get used to WordPress – so not everything works yet, but so what? Learning by doing…

This year the summer is blue. On the Postkunstwerk blog by Michaela and Tabea the finest blue mail art is sent out in the world and in the MittwochsMix (Wednesday mix) of Susanne and Michaela there is an interesting interview with various creative women every Wednesday during the summer – subject: “blue and longing.” (in German) Many people got inspired, and so there is a lot of blue popping up (at least on my Instagram feed)

For this summer I have decided to do a few cyanotypes again after a long time. For me, cyanotype is THE summer technique par excellence! Working outdoors in good weather is a fine thing. And the technique can also be idone on the balcony without a garden. I have already shown a few pictures at Instagram and I am now taking this as an opportunity to pull out the cyanotype posts from my blog archive and revise them. So the photos were taken some years ago, but the procedure has not changed. Today is about the preparations and I hope you find it useful reading!

Also today you can see me making cyanotypes by watching my first little “balcony video”  by visiting the artlaboratorium blog by Katrin and Sabine

Cyanotypie ist ein einfaches photografisches Verfahren. (photochemischer Blaudruck- hier könnt ihr mehr erfahren )  Unsere Fotochemie besteht aus einem Eisensalz und rotem Blutlaugensalz. In Wasser aufgelöst und vermischt wird die Flüssigkeit lichtempfindlich. Ich habe es mir einfach gemacht und die Chemie direkt als Set im Jeromin Shop bestellt. Fertig abgewogen in praktischen Flaschen – just add water!

Cyanotype is a simple photographic printing process (here you can find out more). The two components of our chemistry have to be dissolved in water and mixed, then the liquid becomes photosensitive. I made it easy for myself and ordered the chemistry directly as a kit in the Jeromin Shop. Weighed in handy bottles – just add water!

 

Eine der Flaschen habe ich mir mit Klebeband “verdunkelt”.

One of the bottles I made opaque with black tape.

Dann einfach die angegebene Menge Wasser dazu, Deckel drauf und schütteln. Kurz bevor ich loslegen wollte, habe ich die beiden Flüssigkeiten dann in die umklebte Flasche zusammengeschüttet. Die Chemie ist jetzt vor Licht geschützt.

Then just add the specified amount of water, put the lid on and shake. The moment I wanted to start working, I mixed the two liquids in the taped bottle. The chemistry is now protected from light.

Cyanotypie funktioniert auf Papier und Stoff. Hier könnt ihr meinen improvisierten Aufbau in unserem fensterlosen Badezimmer sehen.

Cyanotype works on paper and fabric. Here you can see my improvised setup in our windowless bathroom.

Diese Gelblichtbirne benutze ich auch, wenn ich Siebe für Siebdruck beschichte. Auf diese Weise kann ich gut in unserem Bad arbeiten und die Arbeit auch gegebenenfalls unterbrechen, wenn andere Familienmitglieder ins Bad müssen 🙂 Mit Gelblicht zu arbeiten ist sehr komfortabel, aber es geht auch ohne. Solange ihr genug sehen könnt, reicht es aus.

I also use this yellow light bulb when I coat screens for screen printing. In this way, I can work well in our bathroom and interrupt my work at any time if other family members have to go to the bathroom 🙂 Working with yellow light is very comfortable, but you can also work without it. As long as you can see enough, it is fine.

 

Auf einem Bogen Fotokarton als Unterlage (oder Folie, Zeitungspapier etc.) werden die Papiere oder Stoffe mit einem Pinsel eingestrichen.  Stoffe können auch eingetaucht und ausgewrungen werden. (Mir ist das zu kleckerig). Die so behandelten Untergründe müssen jetzt bei Dunkelheit trockenen. Wenn ihr keinen geeigneten Raum zur Verfügung habt, tun es auch ein paar mit Folie ausgelegte Schrankfächer. Ich habe auch schon gesehen, dass sich Leute einen Trockenschrank aus einem großen Pappkarton selber gebaut haben. da müsst ihr halt mal schauen, was für Möglichkeiten ihr habt.

Auf jeden Fall lassen sich auf diese Weise mehrere Papiere/ Stoffe vorbereiten. Wenn alles gut durchgetrocknet ist, können die Blätter bis zur Belichtung in einer Mappe lichtgeschützt aufbewahrt werden.

The papers or fabrics are coated with a brush. I put on a sheet of crafting cardboard as a base (or foil, newspaper, etc.). Fabrics can also be dipped and wrung out. (That’s too messy for me). The surfaces treated in this way must now dry in the dark. If you don’t have a suitable space available, a couple of foil-lined cabinets will do the same. I’ve also seen people build their own drying cabinet out of a large cardboard box. You just have to see what your options are.

A bigger number of  papers / fabrics can be prepared in this way. When everything is completely dry, the sheets can be stored in a folder protected from light until they are exposed.