Low-tech screenprinting – Siebdruck auf Stoff in Lauenbrück

Endlich, endlich! Nach vielen Monaten der erste Siebdruckworkshop in Lauenbrück zusammen mit 10 kreativen Frauen. Ganz in echt und nicht online! Wunderbar.

Finally after many months the first screen printing workshop in Lauenbrück together with 10 creative women. Real people together and not online! Wonderful.

Es war wieder einmal toll zu sehen, was für außergewöhnliche Stoffe und textile Unikate die Teilnehmerinnen an 3 Tagen geschaffen haben. Und wieder einmal bin ich erstaunt darüber, wie sich meine mitgebrachten Motivsiebe in Kombination mit den selbstgeschnittenen Papierschablonen zu immer wieder neuen Mustervariationen zusammenfügen lassen.

Once again it was great to see, what extraordinary fabrics and unique textiles the participants created over 3 days. And once again I am amazed at how the motifs I brought with me can be combined with the self-cut paper stencils to create new pattern variations over and over again.

Sehr inspirierend – ich möchte am liebsten sofort weiter drucken 🙂 Aber das muss noch ein Weilchen warten. Aber nicht zu lange, vom 1. – 3. Oktober will ich zum letzten Mal in diesem Jahr die Rakel schwingen und 3 volle Tage in Lauenbrück im Ferienhof Bollenhagen mit euch verbringen.
Da man im Oktober durchaus schon an Weihnachten denken kann, ist das DIE Gelegenheit, sämtliche Geschenke inklusive Verpackungen zu gestalten, deshalb haben Britta und ich beschlossen, in diesem Workshop sowohl auf Stoff als auch auf Papier zu drucken!

Very inspiring – I would like to continue printing immediately 🙂 But that has to wait a while. But not too long, because from October 1st to 3rd I want to get out the squeegees for the last time this year and spend 3 full days with you in Lauenbrück at the Ferienhof Bollenhagen.
Since thinking of Christmas in October is totally fine, I just want to mention that this is THE opportunity to design all gifts including packaging, so Britta and I decided to print on both fabric and paper in this workshop!

Hier zeige ich euch ein paar Fotos vom Wochenende. Obwohl ich ganz viele fotografiert habe, sind lang nicht alle Stoffe abgebildet. Die Flure der benachbarten Schule, in deren Räumen wir drucken durften, waren am Sonntag Mittag großflächig mit tollen Unikatstoffen ausgelegt.

Here I show you a few photos from the weekend. Although I have photographed quite a few, not all fabrics are shown here. The corridors of the neighboring school, in whose rooms we were allowed to print, were laid out with great one-off fabrics on Sunday noon.

Aber seht selbst:

Nun überlege ich schon, was für Motive ich für das nächste Workshopwochenende zusammenstelle bzw. neu belichte, denn ein paar Herbst- und Winterelemente kann meine wachsende Motivsammlung noch gut gebrauchen 🙂
Außerdem werde ich wohl die Siebdruckfarben um Gold und Silber ergänzen…

Den Bericht vom letzten Siebdruckworkshop mit noch mehr Fotos findet ihr hier.

Ich freue mich schon auf die Fotos von fertig genähten Taschen, Kissen etc. Wenn ihr euch inspirieren lassen wollt, dann schaut mal hier in meine Sammlung mit den tollen aus Workshopstoffen genähten Dingen. Und wenn ihr jetzt Lust bekommen habt auf den Kurs, meldet euch einfach bei Britta vom Ferienhof zum Kurs an!

 

Dry point etching with pasta machine – Tiefdruck mit Nudelmaschine

Diesen Blogpost habe ich vor längerer Zeit für meinen alten Blogger-Blog geschrieben. Ich habe mich damals bei der Adventspost vom Post Kunst Werk Blog von Michaela und Tabea beteiligt. 2015 war das und die vorgegebene Technik war: Drucken mit Milchkarton (z. B. Tetrapak).

Gerade aktuell läuft die Frühlingspost Aktion und die Technik ist Collagraphie. Hier könnt ihr die vielen Beiträge dazu sehen.

Die Drucktechnik in der ich meine Postkarten gedruckt habe, ist zwar keine Collagraphie sondern reiner Tiefdruck, aber ich wollte Euch vor allem das Drucken mit der Nudelmaschine noch einmal vorstellen, da die schönsten Ergebnisse bei der Collagraphie sich (meiner Meinung nach) mit einer Druckpresse erzielen lassen. Und die hat ja nun mal nicht jeder bei sich rumstehen…

I wrote this blog post a long time ago for my old blogger blog. Back then, I took part in the Advent mailart  from Michaela and Tabea’s Post Kunst Werk blog. That was 2015 and the given technique was: Printing with milk carton (e.g. Tetrapak).

The spring mail campaign is currently running and the technique is collagraphy. Here you can see the many contributions to it.

The printing technique in which I printed my postcards is not collagraphy but intaglio drypoint, but I wanted to introduce you to printing with the pasta machine again, because the best results with collagraphy are (in my opinion) achieved with a printing press. And not everyone has access to one…

Viel Spaß beim Lesen, vielleicht habt Ihr ja Lust, es einmal zu probieren.

Have fun reading, maybe you would like to give it a try.

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Das Thema der diesjährigen Adventspost Mail Art von Tabea und Michaela: Katze. Technik: Milchtütendruck. Format: Postkarte. Ich hoffe, meine “Tetracats” sind pünktlich angekommen, heute, am 9. Dezember sollten alle 23 Exemplare in den Briefkästen der anderen Teilnehmerinnen meiner Gruppe landen.

Ich möchte Euch zeigen, wie ich meine Karten gestaltet habe. Hier erst einmal ein Blick auf meine kleine Serie.

The theme of this year’s advent mail art founded by Tabea and Michaela: Cat. Discipline: Milk carton printing. Format: postcard-size. I hope my “Tetracats” arrived on time, today, December 9th, all 23 copies ought to be in the mailboxes of the other participants of my group.
I want to show you how I designed my cards. Take a look at my small series.

Als ich Milchtütendruck gelesen habe, war für mich gleich klar, dass ich unbedingt nach vielen Jahren mal wieder eine Radierung ausprobieren wollte. Dass das mit dem Verpackungsmaterial funktioniert, hatte ich schon gelesen, und auch das Thema Druckpresse schien gelöst…

When I read “milk carton printing”, it was immediately obvious to me that I wanted to try an etching after many years. I had read that you could do dry point etching with this packaging material, and also the printing press issue seemed solved …

Dieses gute Stück besitze ich schon viele viele Jahre. Wirklich oft benutzt wurde meine Pastamaschine nie- na denn- auf zum shoppen!

This precious piece I have owned for many, many years. My pasta machine was not used really often in the past- so, let`s go shopping!

Beim Künstlerbedarf meines Vertrauens flugs einen Stapel Karten (300g/m2) mit Büttenrand, eine Tube Tiefdruckfarbe (na ja, was heißt hier “Farbe”…ich habe lange gebraucht, um unter neun Schwarztönen einen auszusuchen 🙂 und eine preiswerte Radiernadel erstanden. Weiterhin brauchte ich noch 2 Stück Bastelfilz (1mm stark hatte ich da), eine Schere und Küchenkrepp. Ach ja, und natürlich einen Getränkekarton. Ich habe einen mit silberner Beschichtung verwendet.

At my favorite art supplier I bought a stack of cards (300gsm) with deckle edge, a tube of etching ink – it took me some time to choose among nine blacks 🙂 and I bought an inexpensive etching tool. Furthermore, I needed 2 pieces craft felt (1mm thick I had on hand), a pair of scissors and a roll of paper towels. Oh, and of course a milk carton. I have used one with a silver coating.

Anmerkung zur Farbe: Die Farbe die ich verwendet habe ist von der Firma Charbonnell (z. B. von Boesner). Es handelt sich um Kupfertiefdruckfarbe. Diese ist sehr zäh und auf Ölbasis. Da beim Tiefruck mit angefeuchtetem Papier gearbeitet wird ist ölhaltige Farbe nötig, um ein deutliches Druckbild zu erhalten. Ich habe mich für das Soft Schwarz entschieden, welches sich leichter verwischen lässt. (Metallplatten werden gewöhnlicherweise erwärmt, was hier ja nicht der Fall war.) Die Drucke brauchen, wie Ölfarbe zum Malen, mehrere Tage, bis sie getrocknet sind.
Es gibt auch Tiefdruckfarbe, die aus einer mit Wasser abwaschbaren Emulsion auf Ölbasis besteht. Lösemittel zur Reinigung von Werkzeugen und Händen entfallen hierbei- vielleicht eine gute Lösung, wenn Kinder Drucken.

Note on the ink: The ink I used is from Charbonnell (e.g. from Boesner) It is very thick and oil based. Since intaglio printing works with damp paper, oil-based ink is necessary in order to obtain a clear print image. I chose the soft black, which is easier to spread. (Metal plates are usually heated, which was not the case here.) Like oil paint for painting, the prints take several days to dry.
There is also printing ink, which consists of a water-washable oil-based emulsion. Solvents for cleaning tools and hands are not required – maybe a good solution if children are printing.

Die Radiernadel: Ich hatte mir eine preiswerte Nadel gekauft. Ich bin ziemlich sicher, dass Ihr auch mit anderen Werkzeugen, wie zum Beispiel einer spitzen Ahle oder einer dicken Nähnadel arbeiten könnt. Wichtig ist in diesem Fall, dass die Oberfläche des Tetrapaks “verletzt” wird, also Kratzer bekommt. In den Vertiefungen und an den entstehenden Graten bleibt die Druckfarbe dann hängen. Dabei braucht es nur wenig Kraftaufwand- auch feine Striche werden beim Druck abgebildet.

The etching needle: I had bought an inexpensive needle. I’m pretty sure that you can also work with other tools, such as a sharp awl or a thick sewing needle. In this case, it is important that the surface of the Tetrapak is “injured”, that is, it is scratched. Little effort is required – even fine lines are reproduced during printing.

Die Papiere habe ich in Wasser eingeweicht.

The papers I’ve soaked in water.

Für Tiefdruckverfahren muss das Papier feucht sein, damit es geschmeidig wird und sich unter Druck in die Vertiefungen der Platte pressen lässt, ohne zu reißen. (Meinen allerersten Katzendruck habe ich mit trockenem Papier versucht- hat gar nicht funktioniert…) Das Papier sollte nicht zu dünn sein, 300g/m2 sind gut geeignet. Probedrucke mit verschiedenen Papieren sind sicherlich eine gute Idee.

For intaglio printing, the paper must be damp so that it becomes pliable and can be pressed into the recesses of the plate under pressure without tearing. (I tried my very first cat print with dry paper – it didn’t work at all …) The paper shouldn’t be too thin, 300gsm is fine. Proof prints with different papers are certainly a good idea.

In der Zwischenzeit habe ich 2 Stücke Bastelfilz so zurechtgeschnitten, dass sie durch die Pastamaschine passten…

In the meantime, I cut 2 pieces of craft felt so that they fit through the pasta machine …

…und einige Stücke Küchenkrepp halbiert.

… and cut a few pieces of paper towels in halves.

Die Zeichnung in den zugeschnittenen Karton geritzt.

I incised the motif on the trimmed milk carton.

Und weil ja bald Weihnachten ist, auch noch ein paar Sterne dazu 🙂
Die Knicke der Verpackung und den Rand habe ich bewusst so gelassen- die Milchtüte darf man schon sehen…

And because Christmas is approaching, even a few stars, too 🙂
The creases of the package and the edge I take as a part of the composition- it`s o.k. to recognize the milk carton I think …

Die Bögen habe ich aus dem Wasser genommen, gut abgetrocknet und beiseite gelegt. (Zwischenlagerung in einer Plastiktüte, damit die Papiere nicht trocknen)

The sheets I have taken out of the water, dried thoroughly and set aside. (Intermediate storage in a plastic bag so that the paper does not dry)

Ein wenig Druckfarbe mit Küchenkrepp verreiben…

Spread a little ink with a paper towel …

…und mit einem sauberen Stück die überschüssige Farbe wegwischen. Die Farbe bleibt in den Vertiefungen hängen (daher die Bezeichnung “Tiefdruck” für dieses Verfahren)

… and wipe away the excess paint with a clean piece. The ink is held in the incised lines (this printing method is called “intaglio”)

Je nach dem, wie viel Farbe entfernt wird, entstehen unterschiedliche Helligkeiten.

Depending on how much ink is removed, some areas will come out brighter.

Auf ein Stück Filz ein Stück sauberes Küchenkrepp und darauf ein Stück Papier legen. Die Milchtütendruckplatte vorsichtig auf dem Papier platzieren und mit einem weiteren Stück Küchenkrepp und dem zweiten Stück Filz abdecken.

On a piece of felt place a piece of clean paper towel and on top a piece of paper. Place the milk carton printing plate gently on the paper and cover with another piece of paper towel and the second piece of felt.

Das Ganze durch die Maschine “nudeln” (wenn jemand dabei helfen kann- super!)…

Pass the whole thing through the “printing press” (if someone can help you at this point- great!) …

Anmerkung zur Maschine: Wenn Ihr auch so eine Pastamaschine besitzt und sie auch wirklich öfter zum Herstellen leckerster Teigwaren verwendet und das auch in Zukunft weiterhin tun wollt, braucht ihr meiner Meinung nach keine Bedenken zu haben, dass die Maschine nach dem Drucken mit Farbe verunreinigt ist. Zum Einen solltet Ihr sowieso für den Auftrag bzw. das Wegwischen der Druckfarbe Latexhandschuhe tragen und diese jedes Mal, wenn Ihr mit Eurem schön sauberen Druckpapier hantiert, ausziehen, damit Ihr saubere Ergebnisse erhaltet. So kann keine Farbe an die Kurbel der Pastamaschine gelangen. Die Druckplatte hält nur extrem wenig Farbe und wird beim Drucken ja zwischen den Filz und die Küchenpapiere gelegt. Da wird nichts “rausgequetscht” oder so.

Falls Nudelmaschinen ähnlich sind: Ich hatte meine auf “4” eingestellt…

Note on the machine: If you also have a pasta machine like this and use it more often to make the most delicious pasta and want to continue to do so in the future, in my opinion you don’t have to worry that the machine will be contaminated with ink after printing . First of all, you should wear latex gloves to apply or wipe away the printing ink anyway and take them off every time you handle your beautifully clean printing paper so that you get clean results. This means that no ink can get to the crank of the pasta machine. The printing plate holds extremely little ink and is placed between the felt and the kitchen paper during printing. Nothing is “squeezed out”.

If pasta machines are similar: I set mine to “4” …

Miau!

Meow!

Ich hoffe, die kleine Anleitung hat Euch gefallen- ich bin keine erfahrene Druckerin, wenn Ihr noch Anregungen, Tipps oder Links zu guten Videos wisst- gerne her damit!

I hope you enjoyed this little tutorial – I am not an experienced printer, if you have any suggestions, tips or links to good videos – please let me know!

Stempelexperimente mit Wasserfarben – mein neuer Onlinekurs ist da!

Es ist soweit und mein neuer Online Kurs “Stempelexperimente mit Wasserfarben steht jetzt für euch zur Buchung beim artlaboratorium bereit. Ich freue mich ganz doll, daß dieser Kurs (den ich höchst ambitioniert ja eigentlich für letzten Dezember geplant hatte) nun endlich das Licht der Welt erblickt…

Für meinen Online Kurs “Stempelexperimente mit Wasserfarben” habe ich zwei meiner Lieblingstechniken miteinander kombiniert. Das Malen mit Wasserfarben ( Aquarell, Gouache und Tempera ) und das Stempeln mit meinen selbstgeschnitzten Stempeln, von denen ich mittlerweile eine ganz schön große Sammlung habe. 

Beim Stempeln mit Wasserfarben können malerische Effekte erzielt werden, was eine schöne Erweiterung der Gestaltungsmöglichkeiten mit Stempeln bietet. Ob Musterrapport oder freie, z. B. florale Motive, die Möglichkeiten sind vielfältig. 

Ich zeige in diesem Kurs: Vorstellung der Materialien und Farben, erste Experimente mit Wasserfarben und Stempeln, Stempeln eines geometrischen Musters, verschiedene Reservierungstechniken, Embossing und Stempeln mit Filzstiften. Natürlich können alle Techniken auch mit den herkömmlichen Stempelkissen kombiniert werden.

Das Schnitzen der Stempel wird in diesem Kurs nicht behandelt. Wenn Ihr wissen wollt, wie Ihr eure eigenen Stempel herstellt und Tricks und Kniffe beim Ausschnitzen auch aufwändigerer Motive lernen wollt, empfehle ich Euch meinen Kurs: “Stempelschnitzen!” 

Der Kurs ist in sich abgeschlossen und ihr könnt die Lektionen in eurem Tempo und entsprechend der euch zur Verfügung stehenden Zeit durcharbeiten. Aufgrund der immer noch besonderen Umstände, haben alle, die den Kurs erwerben, die Möglichkeit, am 20. März 2021 an einem Wasserfarbenstempeltag über Zoom (oder Google Meet) teilzunehmen! Hier haben wir die Möglichkeit, uns kennenzulernen, auszutauschen, Fragen zu stellen, fertige Arbeiten zu zeigen, neue Kreativ-Freundschaften zu schließen und so weiter. Mir fehlen meine Live Workshops sehr- deshalb freue ich mich sehr darauf, Euch kennenzulernen! 

Der Kurs beinhaltet:

Für alle Käufe bis zum 19. März 2021: Teilnahme am “Wasserfarbenstempeltag” live über Zoom (oder Google Meet- ich probiere gerade) Die Einladung bzw. die Links zu den Meetings werden spätestens am Vorabend in den Kursunterlagen hinterlegt. Es geht um 10.30 los. Nachmittags treffen wir uns noch einmal um 15.00

 

Ich hab schon richtig Lust, zusammen mit euch am 20. zu werkeln- vielleicht gestalten wir ganz viele bunte Osterkarten?

 

 

Collagrafie, eine Annäherung – Collagraphy, a first approach

Seid ihr auch angemeldet bei der diesjährigen Frühlingspost vom Post-Kunst-Werk?
Das von den beiden Power Creativistas Michaela Müller und Tabea Heinicker 2012 in’s Leben gerufene Projekt erfreut sich unter immer mehr begeisterten Postkünstlerinnen ( ich glaube, es beteiligen sich fast ausschließlich Frauen) großer Beliebtheit.

In diesem Jahr wird ein Insektenbuch erstellt werden und die Vorgabe zur Technik ist Collagrafie.

Michaela hatte mich vor einiger Zeit schon darauf angesprochen, dass mein ursprünglicher Blogpost, den ich 2015 für meinen alten Blogger Blog über die Herstellung von einfachen Collagrafie-Druckplatten geschrieben hatte, durch den Umzug nun nicht mehr zu erreichen sei und auch die Pinterest Pins nicht mehr funktionieren. Daran hatte ich bei meinem Umzug zu WordPress hier gar nicht gedacht und so nehme ich das jetzt zum Anlass, den Post einfach noch einmal hier zu veröffentlichen. Vielleicht findet die Eine oder der Andere ja noch ein paar Infos zur Herstellung von Druckplatten für Collagrafie.

Ich habe meine Platten mittlerweile viele Jahre und viele von ihnen befinden sich in der Kiste, die auch immer mit zu diversen Workshops wandert- leider hatte ich bislang noch keine Gelegenheit, die Platten mit einer richtigen Druckpresse zu probieren.

Are you also registered for this year’s Frühlingspost from Post-Kunst-Werk?
The project, launched in 2012 by the two power creativistas Michaela Müller and Tabea Heinicker, is getting more and more popular among enthusiastic mail artists (I think most of them women).

This year an Book of Insects will be created and the default technique is Collagraphy.

Michaela had already told me some time ago that my original blog post, which I had written in 2015 for my old blogger blog about how to make simple collage printing plates, could no longer be reached due to the move, and neither were the Pinterest pins working. I hadn’t thought of that at all when I moved to WordPress and so I’m now taking this as an opportunity to simply publish the post here again. Perhaps one or the other will find a little more information about the production of printing plates for collagraphy.

I’ve had my plates for many years now and many of them are in the box that always goes to various workshops – unfortunately I haven’t had the opportunity to try the plates with a real printing press yet.

Aber nun zur Collagrafie: Klingt nicht nur spannend- ist es auch.Wie auch bei anderen Drucktechniken lassen sich mit der Collagrafie sehr aufwendige, detaillierte Drucke mit komplexen Motiven herstellen (dazu wird in den meisten Fällen allerdings eine Presse benötigt). Aber auch ohne Druckpresse funktioniert die Technik recht gut.

Let`s start with collagraphy now:  It not only sounds interesting- it really is. 
As with other printing techniques you can make very elaborate, detailed prints with complex designs using this technique (in most cases, however, a press is required). But even without the press this method works very well. 

Das Wort Collagrafie (manchmal liest man auch “collography”) ist eine Drucktechnik, bei der verschiedene Materialien auf einen starren Untergrund (wie beispielsweise Pappe oder Holz) aufgebracht werden. Dieser dient als Druckstock. Das Wort ist vom griechischen “kolla”, abgeleitet, was “Leim” bedeutet und “Graphe”- “Bild”. Eine Collage bezeichnet ein Bild, welches aus verschiedenen Papieren und Materialien zusammengekebt wurde.  Die Druckplatten können dabei mit Materialien unterschiedlicher Struktur gestaltet werden, wie zum Beispiel Pappe, Klebstoffe und Sand, Stoffe, Spitze, Fäden, Folien oder Blätter. Im Grunde kann man wohl sagen, dass die Technik der Collagrafie Hoch- und Tiefdruck miteinander verbindet weil die Farbe sowohl von den erhabenen Bereichen als auch aus den Vertiefungen abgenommen wird. Wenn Ihr “collagraphy” googelt, dann werdet Ihr viele Bilder und Videos mit Anleitungen finden, die das Prinzip der Technik (und die Bandbreite der künstlerischen Möglichkeiten von Einfach bis Fortgeschritten) ganz gut zeigen.

The word “collagraphy” (sometimes you read also “collography”) is a printing technique in which  different materials are applied on a rigid substrate (such as cardboard or wood). This serves as a printing plate. The word is from the Greek “kolla”, which means glue. “Graphs” means picture. A collage is a work of art where different parts were glued together to one picture. The printing plates can thereby be designed with materials of different structure, such as cardboard, glue and sand, fabrics, lace, threads, films or sheets. Basically, one can say that the technique of collagraph printing combines relief and intaglio because the color is printed from both the raised areas and the indentations of the plate If you google “collagraphy”, then you will find video instructions and many photos that show the principle of technology (and the range of artistic possibilities from simple to advanced) quite well.

Aber nun zu meinem bescheidenen ersten Versuch. Zuerst einmal habe ich mir ein paar Druckstöcke hergestellt. Ich habe dabei erst einmal ausschließlich Pappe und Karton verwendet.

But now to my first modest attempt. First of all, I have made a couple of printing plates. I concentrated on board and cardboard for this time.

Die Materialien für die Druckplatten fanden sich netterweise in der Altpapierkiste.
Als Basis für eine größere Druckplatte habe ich Pappe von Kartons in denen Tetrapaks im Supermarktregal stehen, genommen. Die ist schön stabil. Die braunen Kartonagen von Umzugskartons o. ä. schienen mir zu weich.

The materials for the printing plates simply came from the paper waste bin.
As a basis for a larger plate I used more dense cardboard cartons in which Tetrapaks are stored on the supermarket shelf. It is very stable. The brown cardboard boxes seemed too soft.

 

Aus dünnerer Graupappe (Müsli- oder Cornflakesverpackung oder so) habe ich dann einfache Formen ausgeschnitten und mit Buchbinderleim (Alternativ geht bestimmt auch anderer Bastelkleber) auf die Pappen aufgeklebt.
Beim Kleben habe ich festgestellt, dass es besser funktioniert, die saugende, graue Seite des Kartons mit Kleber zu bestreichen statt der bedruckten Seite.

From thinner gray board (cereal packaging or so), I cut out simple shapes and glued them to the boards with bookbinding glue.
When glueing, I’ve found that it works better to put the glue onto the absorbent, gray side of the cardboard instead of the printed page.



Die Reste ergaben auch noch schnelle Druckstöcke…

 From the remains I made some printing blocks quickly 

Die Produktion eines Bastelnachmittages. Der Klebstoff muss gut trocknen!

The results of one crafty afternoon. The glue has to dry thoroughly!

Um die Lebensdauer meiner Druckplatten zu verlängern, habe ich sie mit Schelllack bestrichen. Dieser Lack ist auf Spiritusbasis und verhindert, dass zuviel Feuchtigkeit in die Pappe eindringt. Schelllack trocknet sehr schnell und riecht nicht so schlimm. Ich denke, man könnte die Platten aber auch mit irgendeinem anderen Lack versiegeln.

To prolong the life of my printing plates, I coated them with shellac. This varnish is based on alcohol and protects the cardboard from moisture soaking in. Shellac dries quickly and does not smell as bad. I guess you could seal the plates also with any other varnish.

Wenn der Lack vollständig getrocknet ist, sind die Druckplatten fertig.

When the varnish has dried completely, the printing plates are ready.

Ich habe die Platte mit Farbe (hier Dekaprint Siebdruckfarbe) eingestrichen…

I  covered the plate with color (here Dekaprint screen printing ink)

…und meinen mit Freezerpaper verstärkten Stoff aufgelegt. Durch das Anreiben mit der Hand wird die Farbe von dem Platte abgenommen.

… and put a piece of Freezerpaper/fabric onto the plate. The gentle rubbing by hand removes the color  from the plate.

Ein bisschen weniger Farbe hätte es auch getan…

A little less color would have done it, too 

Die eingefärbte Platte an sich gefällt mir auch sehr gut 🙂

I like the inked plate per se very much 🙂

Reinigen lässt sich der Druckstock mit einem feuchten Tuch.

Wipe the plate with a damp cloth to clean it.

Der erste Druck und der zweite Druck auf blauem selbstgefärbten Stoff …

The first print on blue hand-dyed fabric and the ghost print.The prints are -without press- relatively coarse, but quite appealing in my opinion. 

Die Drucke sind -da ohne Presse- relativ grob, aber durchaus reizvoll wie ich finde. 




Hello World und Goodbye 2020- von Blogger zu WordPress

Da geht es dahin, dieses merkwürdige Jahr 2020 in dem zugleich so wahnsinnig viel passiert ist und die Zeit gefühlt irgendwie stehengeblieben ist in der Dauerwarteschleife a la “…wenn alles so klappt, wie geplant” oder “unter Vorbehalt” oder “sobald es wieder möglich sein wird…”

Und obwohl derzeit ein Lichtlein am Ende des Tunnels in Form eines Impfstoffes aufflackert, werden wir uns noch eine ganze Weile mit den Folgen der Pandemie beschäftigen müssen.
Ich persönlich habe das Gefühl, dieses Jahr einfach nur hinter mich bringen zu wollen mit Schmalspurweihnachten und ebensolchem Silvester und dann heißt es : Schauen wir mal, was 2021 so für uns bereithält 🙂

Eine Sache werde ich in den letzten Tagen des Dezembers auf jeden Fall abschließen: Mein alter Blogger Blog und der dazugehörige Flickr Pro Account werden beendet und ich konzentriere mich ausschließlich auf meine WordPressseite hier.
Den Wechsel zu WordPress habe ich wahnsinnig lange vor mir hergeschoben und ich habe viele Stunden nahe am Rande der Verzweifelung damit zugebracht, zu versuchen zu verstehen, was ich da mache, wie das Ganze eigentlich funktioniert und überhaupt.
Meine Kenntnisse in diesem Bereich sind noch- ich gebe es zu – überschaubar. Und – was noch schwerer wiegt: ich verbringe meine Zeit ja viel lieber damit, die Inhalte meines Blogs bzw. meiner Bildergalerie zu füllen, sprich: zu malen, basteln, drucken, stempeln, färben, onlinekurse zu filmen, und so weiter, als Tage damit zu verbringen, an meiner Website rumzubasteln… (irgendjemand da draußen, dem es ähnlich geht?)

Und so gingen die Wochen dann in’s Land, ohne dass meine Website auch nur halbwegs repräsentabel aussah geschweige denn funktioniert hätte…

Wie auch immer, im späten Frühjahr diesen Jahres haben Michaela und Susanne mich gefragt, ob ich nicht Lust hätte, bei ihrer Sommer Interview Reihe mitzumachen und wir unterhielten uns über dies und das, aktuelle Projekte und so weiter und ich erwähnte auch, dass ich gerade in der Haareraufphase meiner Websiteumbauphase steckte. Und dann erreichte mich eine Email von der lieben Gabi, mit der Frage, ob ich nicht eventuell in Betracht ziehen würde, mir helfen zu lassen?

Hallelujah! Dem Himmel (und dem Internet) sei Dank! Wie oft hatte ich vor dem Rechner gesessen und mir einfach nur gewünscht, jemanden zu haben, der mir hilft und Dinge erklärt und das ganze Projekt einfach mal vorwärts bringt!

Gabi ist als Kreativbloggerin schon lange mit ihrem textilen Blog “made with Blümchen” unterwegs und wir hatten über die Jahre ab und zu mal Kontakt über Kommentare etc.
Als “Die IT-Übersetzerin” bietet Gabi Dienstleistungen, Workshops und Kurse zu verschiedenen Computerthemen an und unterstützt Leute wie mich zum Beispiel bei der Einrichtung einer Website oder beim Blogumzug. Und als geprüfte Datenschutzexpertin konnte sie das leidige Thema DSGVO dann auch gleich angehen.

Was für eine Erleichterung! Und was mir wirklich gut gefallen hat bzw. gefällt, ist die Kombination aus Onlinekurs und Einzel-Intensiv-Betreuung, die Gabi anbietet. Die Tatsache, dass ich nun sowohl Zugang zu einem super Online Kurs über die Grundlagen von WordPress habe, wo ich mir alle wichtigen Kapitel sooft ich will anschauen kann, sodass ich selber weiterarbeiten kann mit meiner Seite, und die individuelle Hilfe, die das Ganze immens beschleunigt hat und die ich mir auch in Zukunft ganz maßgeschneidert für einzelne Webprojekte gönnen kann, finde ich super!

Vielleicht geht es ja der Einen oder dem Anderen ähnlich wie mir und ” ich muss dringend meine Internetseite neumachen” steht mal wieder auf der Liste der Vorsätze für`s nächste Jahr. Falls das so sein sollte, spreche ich hier an dieser Stelle eine absolute Empfehlung aus – schaut Euch ruhig die Angebote von Gabi an und bucht ein kostenloses Erstgespräch. Mir hat sie wirklich weitergeholfen und gerade in diesen Zeiten ist die Webpräsenz für die kleinen Unternehmen so wichtig!

Mit diesem Blogpost verabschiede ich mich in die extraruhigen Weihnachtsferien und wünsche Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in das nächste Jahr.
Wenn ihr wissen wollt, wie es mit meinen Onlinekursen und anderen Aktionen weitergeht, abonniert gerne meinen Newsletter– ich würde mich freuen.

Herzliche Grüße 

Kristina

Stempelschnitzen! – mein neuer Online Kurs für einen bunten November

Endlich ist es soweit und ich habe die letzten Videos und alle Texte und PDFs fertig und an Katrin und Sabine vom artlaboratorium übergeben, die daraus dann einen Online-Kurs machen und dafür sorgen, dass alles bis nächsten Sonntag, dem 15. November zur Verfügung steht. 

Hach, ich freu`mich!

Die Idee zu diesem Kurs, der sich tatsächlich schwerpunktmässig mit dem Schnitzen von Gummistempeln beschäftigt (wie der Name vermuten lässt), entstand bei der Arbeit an einem anderen Onlinekurs, der zwar auch mit handgeschnitzten Stempeln zu tun hat, aber mehr vom Drucken und Farbeffekten handelt (mehr dazu ganz bald!). 

Ursprünglich wollte ich lediglich ein 10 Minuten Bonusvideo zum Thema Stempelschnitzen anhängen. Das Schnitzen von Stempeln an sich ist ja nicht kompliziert, aber es gibt doch den einen oder anderen Trick, der einem das Handwerk erleichtert. Und als ich so darüber nachdachte und aufschrieb, welche Informationen für euch wohl am wichtigsten sein könnten, wurde die Liste immer länger und länger und hier ist er nun: Mein neuer Online Kurs “Stempelschnitzen!”

Für alle, die sich schon immer mal ihre eigene Stempelkollektion herstellen wollten und alle diejenigen, die schon ein paar Stempel geschnitzt haben aber das Gefühl haben, noch Unterstützung bei der Umsetzung etwas anspruchsvollerer Motive gebrauchen zu können:

Dieser Kurs ist für euch!

Und ganz besonders freue ich mich auf unseren Stempeltag am 5. Dezember 2020. Denn an diesem Samstag möchte ich gerne zusammen mit euch Stempel schnitzen, drucken und eventuell auftretende Fragen beantworten. Ich freue mich über den Austausch mit euch und darauf, eure Stempel und bestempelten Papiere, Stoffe, Bücher etc. zu sehen und ganz einfach darauf, mal wieder Kontakt mit lieben kreativen Menschen zu haben. Dank Zoom kommt dann doch Workshop- und Gruppenfeeling auf. Und das vermisse ich doch sehr zur Zeit. Deshalb haben alle, die den Kurs bis zum 3. Dezember buchen, die Möglichkeit, am 5. Dezember 2020 am Stempeltag über Zoom teilzunehmen! Das live-Event ersetzt nicht den Kurs, sondern schließt direkt an das das dort erworbene Wissen an.

Machen wir uns den Lockdown also so nett und bunt wie möglich!

Ab 15. November könnt ihr den Kurs beim artlaboratorium buchen. Ihr könnt sofort loslegen und wer mag (und ich hoffe, ihr mögt!) ist dann beim Stempeltag am 5. Dezember dabei! (Der Kurs ist aber auch ohne das  Zoom Event vollständig)

Made by you! – Schöne Dinge aus euren Stoffunikaten

Hier entsteht eine Bildersammlung von euren wunderbaren selbstgenähten Sachen, die im Rahmen von meinen Siebdruckworkshops entstanden sind.

Ich freue mich über die Erlaubnis, eure Sachen hier zeigen zu dürfen.

Einige Aufnahmen sind schon älter und es war mir nicht immer möglich, die Namen bzw. Verlinkungen korrekt anzugeben. Solltet ihr eine Arbeit von euch hier finden, die nicht benannt ist, meldet euch bitte, dann ergänze ich das 🙂

Der Winter wird bunt! – New Online class is coming!

Meine Lieblings-Instagram-30-Tage-challenge naht: Carvedecember steht vor der Tür und ich bin wieder dabei. Und dieses Jahr wird es noch eine besondere Aktion dazu geben, auf die ich mich schon sehr freue!

Für alle von euch, die sich schon immer mal an’s schnitzen ihrer eigenen Stempel machen wollten und alle, die gerne noch besser werden wollen beim Stempelschnitzen: Mein neuer Online Workshop ist bald fertig. Und genau das ist Thema:

Stempelschnitzen!

Ab 15. November bei artlaboratorium – ich freu’ mich!

 

 

 

Handmade Book from Copenhagen Posters and Secret Belgian Binding – made by Papiergemetzel

Wie ihr ja vermutlich bemerkt habt, lag mein Blog für eine lange Zeit ziemlich brach. Ich hatte zwar immer bei allen Workshops viele Fotos gemacht, aber zu Workshopberichten ist es in der Zeit so gut wie nie gekommen.                                                               

Bei meinen Mixed Media Collage Workshops werden in der Regel sehr sehr viele Papiere bearbeitet und wir probieren unterschiedliche Dinge aus, entwickeln sie weiter und nutzen die Fülle des Angebots, welches in der Form zu Hause alleine doch nicht immer so zur Verfügung steht.

Dabei kann es auch vorkommen, dass nicht immer ein fertiges “Produkt” am Ende des Kurses hergestellt wird, sondern ein ganzer Schwung Ideen, Angefangenes und Inspirationen mit nach Haus genommen werden. 

Ich finde es immer besonders schön, wenn ich dann später bei Instagram oder in den Blogs der Teilnehmerinnen und Teilnehmer das eine oder andere Bild, Büchlein oder ähnliches erspähe, welches seinen Ursprung in einem meiner Workshops hatte und dann weiterbearbeitet wurde.

As you have probably noticed, my blog has been in hibernation for a long time. Although I always took a lot of photos at all workshops, there were hardly any workshop reports during that time.

Usually, we are working our way through many many papers during my mixed media collage workshops and we try different things, develop them further and use the abundance of offers, which are not always available at home alone.

It can also happen that a finished “product” is not always made at the end of the course, but a whole bunch of ideas, new beginnings and inspirations are taken home.

I always find it particularly nice when I later see one or the other painting, booklet or the like on Instagram or in the blogs of the participants, which originated in one of my workshops and was then further processed.

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Deshalb möchte ich euch heute ein ganz besonders schönes Buch zeigen, welches die liebe Ela vom Blog “Papiergemetzel” gestaltet hat. Ein Jahr ist das mittlerweile her, dass ich mit einem Koffer voller feinster Kopenhagener Plakatfetzen, die ich eigenhändig von den Wänden gesammelt hatte, nach Mannheim gereist bin.

Die drei Bilder oben habe ich im Workshop damals gemacht. Man kann es schon erahnen, das Buch… 🙂

That is why I would like to show you a particularly beautiful book today, which was designed by dear Ela from the blog “Papiergemetzel”. (Translates to “Paper slaughter” ) It has now been a year since I traveled to Mannheim with a suitcase full of the finest Copenhagen poster scraps that I personally collected from the walls.

I took the three pictures above in the workshop back then. You can already guess the book … 🙂

Die Bindung, welche sie für dieses Buch verwendet hat, nennt sich “Secret Belgian Binding”,  hier beim ALLtäglich Blog zum Beispiel gibt es ein Tutorial für diese spannende Bindung, die ich auch noch nie probiert habe bisher.

Die nachfolgenden Texte und Fotos sind alle von Ela und ich bin sehr froh, dass sie mir erlaubt hat, ihren Blogbeitrag hier einfach noch einmal zu zeigen. Bei dieser Gelegenheit möchte ich euch Elas Blog “Papiergemetzel” ganz doll empfehlen. Sie macht nämlich unter anderem ganz wunderbar aufwendige und besondere Bücher – ich staune oft, was da so alles geht – und berichtet offen und ehrlich über ihre Projekte, Dolles und Olles und Erfahrungen mit den verschiedenen Produkten. Sehr inspirierend!

Viel Vergnügen!

The binding she used for this book is called “Secret Belgian Binding”, if you google it, you can find several tutorials for this exciting binding, which I have never tried before.

The following words and photos are all from Ela and I am very happy that she allowed me to simply show her blog post again here. I would like to take this opportunity to highly recommend Ela’s blog “Papiergemetzel” to you. Among other things, she makes wonderfully elaborate and special books – I am often amazed at the posibilities – and she reports openly and honestly about her projects  and experiences with the various products. Very inspiring! Sorry for not adding an english translation to the original text…

Have fun!

Kristina Schaper brachte einen ganzen Koffer voller abgerissener Plakate aus Dänemark mit. Oh, war ich begeistert, damals im November 2019 bei Jeromin. Jetzt habe ich die Ausbeute dieses Workshops stilecht mit Tapetenkleister zu einem Gesamtwerk verklebt.

Das Cover besteht vorne und hinten, außen und innen aus vier 24 x 32 cm großen Collagen, zusammengesetzt aus diesen supercoolen Plakatfetzen. Das Papier für die Innenseiten kam als Rolle Packpapier in mein Haus.

Gelli Prints und Gelli Print Transfers von Magazinseiten, Siebdrucke, Restpapier vom Walzensäubern und Crackle Medium Proben füllen das Buch schon gut. Die wenigen noch freien Seiten sind reserviert für Versuche mit „blotted lines“ und „trace monotype“, Techniken die Kristina im Februar mitbrachte.

Die Belgische Bindung ist einfach, wenn man die richtige Anleitung im Netz findet. Ich habe meine persönliche Version aus 3 unterschiedlichen Methoden zusammengebastelt. Innen habe ich die Fäden hängen gelassen, denn das passt hervorragend zum schlampigen Gesamteindruck.
 
Ich liebe dieses Kleisterbuch, das beim Blättern so schön raschelt und knistert. Und die Belgische Bindung werde ich sicher noch öfter anwenden.
 

Screenprinting on paper – der erste Workshop im Atelier

Normalerweise finden in den letzten Monate des Jahres besonders viele Workshops statt. Der Sommer ist vorbei und viele stürzen sich mit neuer Energie in einen kreativen Herbst. Dieses Jahr ist alles ein wenig anders – keine Workshoptätig “in Echt” für mich bis auf weiteres. So ist es nun und nachdem ich anfänglich etwas traurig war, befinde ich mich nun mitten drin in der Filmerei für Online-Kurse. Drei Projekte laufen hier gerade im Hintergrund- mal sehen, welches als erstes fertig wird 🙂 Ich halte euch auf dem Laufenden.

Usually there are a lot of workshops in the last months of the year. Summer is over and many are plunging into a creative autumn with renewed energy. This year everything is a little different – no in person workshops for me until further notice (outside of Kopenhagen, that means) That’s how it is for now and after I was a little sad at first, I am now in the middle of filming and editing online courses. Three projects are currently running in the background – let’s see which one will be finished first 🙂 I’ll keep you updated!

Aber von einem kleinen Workshop möchte ich euch dann doch noch etwas ausführlicher berichten, war es doch der allererste Tageskurs, den ich in meinem Atelier in der Rørholmesgade 19 in Kopenhagen ausgerichtet habe. Ein Anfang ist gemacht! (Und wir mussten nur einmal um eine Woche verschieben, wegen eines noch ausstehenden Testresultats 🙂 )

But I would like to tell you about a small workshop in more detail, as it was the very first day course that I held in my studiospace at Rørholmesgade 19 in Copenhagen. A beginning at least! (And we only had to postpone it one time for a week, because of a pending test result :))

Anne, Merete und Gitte hatten sich zum Siebdruckkurs angemeldet. Und so haben wir dann einen sehr schönen Kreativtag zusammen verbracht. Ich hatte meine Sammlung von kleineren Motivrahmen, Acrylfarben und Siebdruckpaste bereitgestellt und die Damen brachten jede Menge verschiedene Papiere zum bedrucken mit.

Anne, Merete and Gitte had registered for a screen printing course. And so we spent a very nice creative day together. I had prepared my collection of smaller motif frames, acrylic paints and screen printing medium and the ladies brought a lot of different papers with them to print on.

Nach einer kurzen Einführung ging es schon los, und Tische und der Boden füllten sich schnell mit Papieren.

After a brief introduction, the ladies started printing and the tables and the floor quickly filled with papers.

Und unter den Tischen war zum Glück auch noch Platz!

And luckily there was still space under the tables!

Ich kenne alle drei schon länger und alle hatten bereits Kurse unter anderem zum Thema Gelliprinting bei mir besucht. Daher kamen alle drei extrem gut vorbereitet- sprich, mit jeder Menge Gellidrucke im Gepäck – zum Kurs. Die optimalen Hintergründe für Siebdruckexperimente!

I have known Gitte, Merete and Anne for a long time and all of them had already attended courses on gelliprinting with me. Therefore, all three came to the course extremely well prepared – in other words, with a lot of Gelli prints in their luggage. The ideal backgrounds for screen printing experiments!

Die Kombination der zarten, malerisch anmutenden Monotypie-Hintergründe mit den grafischen Motiven und Mustern gefällt mir sehr sehr gut!

I like the combination of the delicate, monotype backgrounds with the graphic motifs and patterns!

Ich kann mir gut vorstellen, nächstes Jahr einen Kurs Gelliprint und Siebdruck anzubieten, was meint ihr?

I really like the idea of offering a Gelliprint and Screen Printing course next year, what do you think?

Auf jeden Fall habe ich mir im Atelier schon einmal einen Stapel mit neuen Siebdruckrahmen zurechtgelegt, die ich so nach und nach mit Gewebe bespanne um meine Motivsammlung für die zukünftige Workshopsaison in 2021 zu erweitern.

 I have already put together a pile of new screen-printing frames in the studio, which I will prepare over the next few weeks to expand my collection of motifs for the future workshop season in 2021.